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Das erste Montagsheimspiel von RB Leipzig gegen Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga hatte nicht nur auf dem Platz einen Ausgang, den wir uns nicht gewünscht haben. Wir haben nicht nur auf dem Spielfeld eine Niederlage erlitten. Auch auf den Rängen in Block B sind Dinge passiert, die kein echter Fan von RB Leipzig wirklich wollen kann.

Wir haben uns dem Boykott nicht angeschlossen, weil es uns darauf ankam, unsere Mannschaft in diesem wichtigen Spiel zu unterstützen. Das hat auch Block B in übergroßer Mehrheit schon in der ersten Halbzeit getan. Wem das nicht gefällt, der kann zu Hause bleiben, schweigen oder seinen Protest auf andere Weise zum Ausdruck bringen, aber nicht auf dem Rücken unserer Mannschaft und anderer Fans. Das heißt nicht, dass wir Montagsspiele besonders toll finden, aber die Auseinandersetzung über richtig oder falsch darf nicht auf diese Weise im Stadion ausgetragen werden.

Es ist für uns nicht angemessen, wenn die Unterstützung durch die große Mehrheit durch Trillerpfeifen einer recht kleinen Minderheit offensichtlich bekämpft wird (je lauter der Support war, umso mehr waren die Pfeifen zu hören). Wir mussten auch zur Kenntnis nehmen, dass es zu Rangeleien, Beschimpfungen, körperlichen Auseinandersetzungen und auch zu einzelnen homophoben Sprüchen kam. Das geht gar nicht, egal von wem.

Ja, es war nur eine Minderheit, die sich so daneben benommen hat. Aber weder geben gelungene Chorographien ein Recht darauf, anderen Fans vorzuschreiben, wann sie unsere Mannschaft unterstützen dürfen und wann nicht. Noch dürfen wir es als Fans zulassen, dass das, was uns auszeichnen sollte, durch solche Auseinandersetzungen kaputt gemacht wird: Wir sind eine große bunte Fangemeinde, wir stehen hinter unserer Mannschaft mit Leidenschaft, Respekt vor dem Gegner und mit Toleranz gegenüber jedem/jeder, der friedlich und mit Freude einfach nur Fußball sehen will, gleich wo er/sie herkommt, welche Hautfarbe, Geschlecht oder welche sexuelle Orientierung er/sie hat. Wer das nicht akzeptieren kann oder will, grenzt sich selbst aus.

Wir hoffen, dass RB Leipzig und die Fanszene angemessen reagieren. Unsere Mannschaft kann noch wichtige Ziele erreichen. Dafür wollen wir hinter ihr stehen, für RB Leipzig, für Fußball, der Spaß macht und begeistert!